Noch so gar nicht auf alter Hüpf-Höhe schreibe ich Euch nun diesen Artikel. Ich bin ehrlich (bin ich ja im Prinzip immer!) und hau es jetzt raus: es geht mir nicht wirklich so richtig gut.
Dieser Umstand ist nicht nur dem Tod von Judy geschuldet, sondern liegt schon als schleichender Zustand Wochen davor. Ich kann dabei allerdings gar keinen wirklichen Grund dafür nennen – oder einen konkreten Anlass. Es ist mehr die Gesamtsituation oder mehrere Dinge, die zusammenkommen, sich langsam aufgebaut haben oder auch schon seit Jahren immer ein kleines Stückchen wachsen.
Es hat sicherlich viel damit zu tun, dass ich die Auswirkungen der sogenannten Prämenopause (also die netten circa 10 Jahren vorm eigentlichen Klimakterium) immer mehr spüre – und dass obwohl mein Gynäkologe richtig toll ist und mir beim letzten Besuch die „Wunderwaffe“ Hormontherapie verschrieben hat. Wahrscheinlich federt das schon so einiges ab – wer weiß, wie ich drauf wäre, wenn ich nichts nehmen würde?!? Fakt ist – ich bin weniger fröhlich, ich fühle weniger Leichtigkeit, ich kenne mich selber manchmal nicht mehr, bin gereizt, von mir selber oder dem Leben genervt und bin einfach müde: körperlich und seelisch müde.
Das alles spielt sich natürlich hauptsächlich innerlich ab und Menschen, die mich nicht richtig gut kennen, würden wahrscheinlich gar keinen großen Unterschied sehen. Aber ich selber merke es – und es macht ganz schön was mit mir!
Alarmierend fand ich es beispielsweise, dass ich mich in unserem Usedom-Urlaub nicht sonderlich erholt habe. Normalerweise muss ich ja nur einen Fuß in Walter, das Wohnmobil setzen und bin schon tiefenentspannt. Das hat in der Woche nicht so wirklich hingehauen – es waren schöne Tage, ich habe es geliebt, mal wieder meine Füße in warmen Sand zu stecken, im Meer zu schwimmen und Zeit mit meinem Mann zu verbringen… aber es hat sich weiter so angefühlt, als hätte meine Lebensfreude gerade die Handbremse angezogen. (Judys Tod einen Tag nach dem Urlaub hat es im Nachhinein natürlich nicht besser gemacht…)
Was ich nun dagegen tun möchte… soweit es in meiner Macht steht:
- Zum einen mich in Akzeptanz üben. Diesen Zustand jetzt so annehmen, mich nicht dafür zu verurteilen und krampfhaft einen auf Sonnenschein zu machen. Es als eine Phase der Regeneration sehen, die ich anscheinend ganzheitlich brauche und die mich nicht daran hindern soll, weiter zu hüpfen.
- Dementsprechend habe ich ab heute gewohnte und für mich wichtige Routinen wieder aufgenommen, die in den letzten drei Wochen etwas vernachlässigt wurden, weil ich ein bisschen Kraft sammeln musste: ich gehe nun wieder regelmäßig ins Fitnessstudio, ich schreibe wieder kontinuierlicher hier meine Artikel und übe mich wieder in meinem Optimismus.

Also – macht Euch keine Gedanken! Ich bin wie eine Sonnenblume und wende mich weiterhin dem Licht entgegen! 🙂
Liebe Uta, ich kann das sehr gut nachvollziehen. Auch mir geht es gerade so ähnlich.
Das ist für den Kopf extrem anstrengend.
Ich wünsche dir viel Kraft, Gelassenheit, Gelegenheit, den inneren Kritiker wegzuschieben und Energie für schöne Dinge.
Liebe Grüße
Ute
Vielen Dank, liebe Ute und von Herzen gebe ich die wunderbaren Wünsche an Dich zurück!
Liebe Uta,
die eine Frau spürt die Wechseljahre wenig, und die andere Frau eben sehr stark.
Heutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen, sei es medizinisch oder natürlich.. es gibt immer einen Weg.
Gegen Hitze und Depression hilft sehr oft ein kurzfristiges Hormon Pflaster o. ä.
Auch Sport hilft gut, am besten Sport draussen in der Natur in Form von joggen oder Walken.
Fitnessstudio hilft gut gegen körperliche Beschwerden, aber nicht gegen schlechte Laune bzw. kleine Depri…. Da ist es sehr gut raus zu gehen und sich dort auspowern….
Das hat mir damals super geholfen, ich bin 3-4 mal raus (aber alleine!!) und bin los gelaufen.. danach waren meine krausen Gedanken wieder auf Spur…
Probier aus, was dir gut tut.. und…über kurzfristige Hormone würde ich nachdenken…
ganz liebe Grüsse
Liebe Ulrike,
da gebe ich Dir vollkommen Recht – bei jeder Frau ist es anders und jede braucht da ihren ganz eigenen Weg. Ich bin dabei, den meinigen zu finden und das werde ich. Da bin ich sehr optimistisch! 🙂
Meine Liebe, ja wenn man Dich kennt würd man es nicht glauben! Wechseljahre und den ganzen Driss hab ich nur so im Vorbeigehen gemerkt, zum Glück! Aber im Moment denke ich die kommen zurück! Man glaubt es nicht, aber meine Ärztin hat es bestätigt, vielleicht weil ich in den wirklichen Wechseljahre so lasch damit umgegangen bin, keine Medikamente, keine Hormone …. brauch ICH ja alles gar nicht! Mir glaubt auch keiner, dass ich depressiv bin, manchmal. Aber ich versuche mich in den A… zu treten. Ich will damit nur sagen, meine liebe Uta, nimm es an leider aber wehr Dich nicht! Irgendwann hüpfst Du wieder mit Deinem Michael durchs Meer und am Strand!!! Das sagte Dir eine alte Freundin! Du packst das🙏🍀😘💋
Tut mir echt leid, das zu hören, meine Liebe! Du hast ja auch in den letzten Jahren vieles einstecken und erleiden müssen. Gib Dir die Zeit zur Heilung und für die vielen kleinen Dinge des Lebens, die Dir Dein wunderbares Lächeln ins Gesicht zaubern
Liebe Uta, sich körperlich und seelisch müde zu fühlen, quält bekanntermaßen in der heutigen krassen Zeit mit fortwährend negativen Nachrichten sehr viele Menschen, kann aber auch verschiedene latente Auslöser im privaten oder beruflichen Kontext haben, die u.U. sogar schon länger zurückliegen.
Mein Weg führte mich als erstes nicht zum Gynäkologen, sondern zu meinem Hausarzt, der ein großes Blutbild einschließlich der Schilddrüsenwerte veranlasste. Erst dann berichtete ich auch meinem Gynäkologen, was mir zusetzte.
Ich nahm meine belastende Lebensphase an, ohne sie zu bewerten, nachdem die medizinischen
Sachverhalte geklärt waren. Bisher hatte ich meine Bedürfnisse wie selbstverständlich ganz hinten angestellt, das Wohl meiner Familie war mir am wichtigsten. Mich selbst hatte ich darüber aus den Augen verloren und somit meine innere Balance.
Ich sehe es ganzheitlich, alles hat Einfluss auf meine körperliche und seelische Verfassung, natürlich auch die hormonelle Ausgeglichenheit. Ich suchte Ausgleich draußen beim Wandern oder stillem Beobachten in der Natur, beim geliebten Pflegen der Pflanzen im Garten oder Wellness-Verwöhnstunden im Bad mit meiner Lieblingsmusik. Das hat mir sehr geholfen, nichts musste, alles durfte sein! Mit und mit freute ich mich erleichtert, dass mein Kopf „frei“ wurde und meine hellen, leichten Anteile wieder zum Vorschein kamen.
Bis heute halte ich mich auch daran, gehe achtsam liebevoll fürsorglich auch mit mir um.
Ich denke an Dich! Probiere einfach mal aus, was Dir ohne To-Do-Liste gut tut und Deine ganzheitliche Regeneration fördert.
Vielen Dank für den kleinen Reminder, liebe Gabi. Ich muss dringend mal wieder zu meinem Hausarzt – werde gleich mal einen Termin machen.
Und vielen Dank für Deine lieben Worte und die Erinnerung daran, dass man seinen Weg finden muss und natürlich auch kann.