Heute möchte ich Euch nun erzählen, wie es dazu gekommen ist, dass ich unsere geliebte Katze Judy gehen lassen musste.
Wir sind ja sonntags aus dem Urlaub zurückgekommen, mein Mann und ich. Mein Sohn hatte sich in der Zeit echt toll um Haus, Garten und die Tiere gekümmert – alles war gut und schien wie immer. Judy schien es auch prima zu gehen – sie hat abends noch an mich gekuschelt das Finalspiel der Fußball-WM „mitgeschaut“.
Am nächsten Morgen hatte ich noch frei und als ich aufgestanden bin, habe ich mich kurz gewundert, dass die Fellnase nicht wie gewohnt sofort an der Terrassentür Einlass verlangt hat. Hab mir aber erst mal nichts Böses dabei gedacht und mir einen Kaffee gemacht. Damit bin ich dann nach draußen, um nachzusehen und da habe ich Judy dann auch gehört – sie schien nach mir zu rufen, kam aber nicht. Ich habe sie dann gesucht und bin ihrem Mauzen nachgegangen – letztendlich habe ich sie in einer Ecke unseres Gartens zwischen zwei Blumentöpfen liegend gefunden. Da war mir schnell klar, dass irgendwas passiert sein musste, weil sie mich ansah, aber nicht aufstand. Ich habe die Blumentöpfe dann beiseite geschoben, Judy genommen und ins Haus getragen, wo ich sie vorsichtig hinstellen wollte.
Spätestens dann war mir klar – es ist gar nichts mehr in Ordnung, denn die arme Maus konnte nicht mehr stehen, beide Hinterbeine waren komplett gelähmt.
Natürlich bin ich notfallmäßig sofort zu unserer Tierärztin gefahren, wo Judy dann unter Narkose geröntgt worden ist. Die Bilder zeigten keine Frakturen, somit konnte man einen Unfall ausschließen. Aber um das Katzenherz war ein Schatten zu sehen und die Lunge wies ein Ödem auf, was die Ärztin zu dem Schluss kommen ließ, dass Judy wohl eine Art Tumor oder andere Art Herzfehler hatte, sich daraus wohl ein Thrombus gelöst und in die hinteren Extremitäten gewandert war, wo er einen Schlaganfall ausgelöst hatte.
Die echt tolle Tierärztin, die sichtlich mit mir mitgelitten hat, schickte die Bilder sogar extra noch ihrer besten Freundin, die Expertin auf diesem Gebiet ist und nachdem die den Verdacht quasi bestätigt hatte, war klar… ich musste die Entscheidung treffen, meine Katze gehen zu lassen.
Ich muss jetzt dazu sagen – Judy war nicht nur eine ganz besondere Katze und neun Jahre lang ein von allen sehr geliebtes Familienmitglied – für mich war sie ein absolutes Seelentier. Wir beide hatten eine ganz besondere Beziehung, Judy hat immer ganz viel meine Nähe gesucht und mein Herz hat jedes Mal einen Hüpfer gemacht, wenn sie um die Ecke bog und auf mich zu geschlichen kam.
Insofern war mir schon immer klar, dass das mal ganz doll weh tun würde, wenn sie nicht mehr da ist – aber dass es mir so den Boden unter den Füßen wegreißen würde, damit hatte selbst ich nicht gerechnet.
Es ist jetzt stets richtig schlimm nach Hause zu kommen, aus dem Auto zu steigen und da ist keine Judy, die sofort angerannt kommt und mich begrüßt. Ich weiß nicht, wie oft ich am Tag zur Terrassentür schaue, ob sie davor sitzt und wie häufig ich schon gemeint habe, ich hätte sie durchs offene Fenster miauen hören. Sie fehlt mir so sehr…
Und neben der Traurigkeit bin ich total dankbar – dafür, dass sie so wunderbare Jahre bei uns gewesen ist – dafür, dass sie mit ihrem so plötzlichen Krankheitsgeschehen auf mich gewartet und sie mir damit die Möglichkeit gegeben hat, für sie da zu sein und den letzten Weg mit ihr gemeinsam gehen zu dürfen.

Genau das Gleiche war mit unserer Cindy letztes Jahr!!!Ich kann es dir so gut nachfühlen…meine Rasse die Briten sind da anscheinend auch noch besonders gefährdet… Der Schock über das Plötzliche wird dich eine Weile begleiten.
Nur wer Tiere hat weiß daß es einfach Familienmitglieder sind!
Fühl dich gedrückt aus der Ferne und gib dir die Zeit die du brauchst!
Glg Petra
Vielen Dank, liebe Petra – und fühl Dich an dieser Stelle auch gedrückt für Deine Cindy!
Meine Liebe, ich kann Dich so gut verstehen. Bin kein wirklicher Katzenfreund, aber ich hatte 2 Hunde. Den letzten musste ich auch gehenlassen, Schlaganfall und Tumor an einer Pfote. Er hatte allerdings sein Hundealter erreicht, aber daran denkt man gar nicht. Die Familie war wochenlang traurig, er war ein Familienmitglied. Uta, Du kennst ihn, er war immer mit auf Juist, auch im Köbes 🙏😂
Ich bin dann sofort zur Insel, ohne ihn. Das war so traurig weil alle nach ihm fragten. Drück Dich ganz fest und Du wirst sie immer in Deinem Herzen haben!❤️💋
Ach, Liebe… das tut mir auch sehr leid! Ja, ich erinnere mich sehr gerne an Deine wunderbare Fellnase!
Ich drück Dich auch ganz fest
Liebe Uta, fühl‘ dich umarmt 🫂 Es tut so weh, ein geliebtes Familienmitglied gehen lassen zu müssen. Ich war mal vor vielen Jahren, 2 x in einer ähnlichen Situation. Unseren Kater Blacky (13 J.) musste ich 1994 gehen lassen und einen unserer Wellensittiche vor 11 Jahren. Angelo wurde krankheitsbedingt nur knapp 4 Jahre…. Das tat beide Male sehr weh. Rotz und Wasser habe ich geheult, und als dann vor knapp 2 Jahren auch noch unser erster u ältester Wellensittich (13 J.) morgens tot in der Voli lag…..das war die Hölle….aber irgendwie muss man mit dem Verlust klarkommen. Unsere geliebten Fellnasen sind zwar nicht mehr hier, aber wir tragen sie für immer in unseren Herzen ❤️.
Das stimmt, liebe Gaby! Und die geflügelten Familienmitglieder natürlich genauso!
Liebe Uta, Deinen Schmerz kann ich aus mehrfach gemachter eigener Erfahrung gut verstehen. Liebe bedeutet eben auch loszulassen, um dem geliebten Fellherz größere Qualen zu ersparen. Einziger Trost kann für Dich nur sein, dass Deine kleine Judy geborgen in Deiner liebevollen Umarmung friedlich einschlief.
Ihr werdet Judy immer in Eurer Mitte behalten, denn die Liebe bleibt. Wunderschön gestaltet ist auch ihr Plätzchen in Eurer Nähe.