Kein Mimimimimi…

Diesen neuen (oder ist der doch schon etwas älter?) Ausdruck für überflüssiges Gejammere, find ich ja einfach zu schön! Zum einen, weil ich diese Art von Humor/auf den Arm nehmen einfach mag und zum anderen, weil ich ein riesiger Fan der Muppet-Show bin und mich gerade über Mr. Beaker königlich amüsieren kann!!!

Mr Beaker

Eigentlich ist dieser Blog ja genau für das Gegenteil vom MIMIMI gedacht – nicht den Kopf in den Sand stecken, nicht verzweifeln, nicht über Dinge grübeln, die man so sowieso nicht ändern kann, nicht rumlamentieren – sondern sich den schönen Dingen, der Sonnenseite des Lebens, dem Hüpfen zuwenden. Dabei muss man die Augen gar nicht vor den schlimmen Dingen um sich herum verschließen – man darf ihnen bloß keine Oberhand geben!!!

Aber ich muss es ja auch zugeben – manchmal hab ich auch ein großes MIMIMI in mir – wie heute, wo ich meine Heimat und meine Mutter wieder verlassen muss, um nach Hause zu fahren. In diesen verrückten Zeiten, wo alles total unsicher geworden ist und man sich auch an alten, liebgewonnen Gewohnheiten nicht mehr festhalten kann, kann man eben auch ein Wiedersehen nicht mehr planen. Seit ich lebe, habe ich jedes Jahr Weihnachten mit meinen Eltern gefeiert – dieses Mal wird es ja eh schon ohne meinen Vater sein… der Gedanke, dass es dieses Mal eventuell auch ohne meine Mutter sein könnte, weil man sich nicht mehr besuchen darf, macht mein Herz doch sehr schwer.

Wahrscheinlich geht es hier ganz vielen gleich oder zumindest ähnlich – umso schöner, dass wir hier mit natürlichem Abstand eine tolle Gemeinschaft sein können, die sich gegenseitig ein wenig Halt geben kann. Gerne könnt Ihr in den Kommentaren etwas dazu schreiben – es darf auch gerne MIMIMI sein…!!! 🙂

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Uta,

    ich fühle sehr mit dir. Meine Mutter ist vor zwei Jahren verstorben und das erste Jahr ist besonders schwer. Vor allen Dingen, wenn Feiertage anstehen. Es gibt aber eine schöne Idee, sich ein bisschen Abhilfe zu verschaffen und sich auf dem MIMIMI nicht auszuruhen: Gestalte dir ein Glas in deinen Lieblingsfarben und nenne es Glücksglas. Ab sofort schreibst du alle schönen Momente, die du erlebst, auf einen Zettel und legst diesen in das Glas. Nach einem Jahr holst du alle Zettel heraus und wirst staunen, dass das Jahr vielleicht doch nicht so schlecht war, wie anfänglich gedacht.
    Liebe Grüße 🙂

    • Was für eine super schöne Idee, liebe Miri… hätte glatt von mir sein können… 😀
      Nein, im Ernst – das finde ich eine super schöne und vor allem einfach Methode, sich immer wieder – und dann nach einem Jahr eine dicke Packung – tägliches Glück abzuholen! Absolut großartig!!!!

  2. Hallo Uta,
    ich kann Deine Gefühle bezüglich der liebgewordenen Gewohnheiten nur zu gut verstehen.
    Seit über 10 Jahren fahre ich mit meiner mittlerweile 87-jährigen Mutter über die Weihachsfeiertage nach Juist. Das Zimmer ist bereits seit dem Sommer gebucht, aber derzeit weiß ich nicht ob es möglich sein wird zu fahren. Ich möchte meine Mutter nicht unnötigen Gefahren aussetzen, wir fahren immer mit der Bahn gen Norden. Alles ist so ungewiss, manchmal habe ich das Gefühl mein altes Leben löst sich in Wohlgefallen auf. Man kann ja froh sein Gesund zu sein und eine Arbeit zu haben, aber selbst das kann sich ja auch ganz schnell ändern.
    Derzeit ist es etwas schwerer zu Hüpfen und zuversichtlich in die Zukunft zu schauen, aber wie sagen wir Kölschen immer: „Et kütt wie et kütt, und et hätt noch immer joot jejange !“
    Aber ein bisschen MIMIMI ist mir schon zu Mute.

    • Verstehe ich sehr gut, liebe Angela. Diese liebgewordenen und wichtigen Rituale fallen im Moment halt alle weg und das nimmt einem so ein bisschen Halt und Zuversicht!
      Aber ich hoffe, dass Du mit Deiner Mutter eine tolle Alternative für Juist zu Weihnachten findest – vielleicht feiert Ihr bei Dir, Du besorgst eine CD mit Meeresrauschen und es gibt typisches Insel-Essen? Hauptsache, Ihr seid zusammen und lasst Euch von dem blöden Virus die Freude aneinander nicht verderben!

  3. Liebe Uta und alle Anderen im Blog.
    Es sind im Moment schwierige Zeiten.
    Aber wir alle werden dadurch kommen. Wie mein Opa immer zu sagen pflegte :
    Wir wünschen uns auf unseren Erdensein
    Viel Glück und recht viel Sonnenschein
    Doch immer gibt es keinen Sonnenschein
    Es wird auch Sturm und Regen sein

    Bleibt schön gesund und die Hüpfer werden auch wieder mehr …
    alles braucht seine Zeit

    LG Irmtraut

    • Da geb ich dir absolut recht!!!
      Unsere Eltern und Großeltern haben ein oder zwei Weltkriege überstanden.
      Ich denke wir in Deutsschland jammern imer noch auf hohem Niveau.
      Trotzdem packt auch mich zur Zeit a und zu da Mimimimi….sehr schöner Ausdruck liebe Uta!!!
      Bleibt alle gesund!!!

      • Ja, liebe Petra – da gebe ich Dir auch absolut Recht! Jammern ist normalerweise auch so gar nicht mein Ding und ich finde auch, dass wir in unserem Land dazu auch meistens wirklich wenig Grund haben!
        Aber ab und zu darf man sich eben auch mal ein wenig MIMIMI gönnen, um dann wieder das Herz in die Hand zu nehmen und zu hüpfen!

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