Im Auto höre ich ja gerne – zumindest zwischendurch – Radio, denn zum einen bekomme ich so durch ganz kurze Nachrichten wenigstens die wichtigsten Neuigkeiten mit und hin und wieder laufen ja auch ganz gute Lieder. Oder man hört eine witzige, gute oder vielleicht sogar zum Nachdenken anregende Moderation.
Heute hat der Moderator beispielsweise gefragt, wie man denn so als Kind war und das hat mich zum heutigen Artikel motiviert – wo es ja beim letzten Mal schon um Erinnerungen ging und ich das Thema der Kindheit und des inneren Kindes ja bekanntermaßen ohnehin super spannend finde.
Also: meine kleine Aufgabe für Euch heute… setzt Euch doch mal auf und beschreibt Euch selber als Kind anhand von – sagen wir mal – fünf Punkten, die Euch relativ spontan dazu einfallen.

Das kritisch dreinschauende Kopftuchmädchen bin selbstverständlich ich und mir ist in Bezug dazu folgendes eingefallen:
1.) war immer heiser
2.) war ein ziemlicher Frechdachs mit einem eisernen Willen
3.) hat ziemlich viel Quatsch gemacht und viel gelacht
4.) war ein absolutes Gefühls-Kind – und jedes Gefühl hat man auch sofort bei ihr bemerkt
5.) ist am liebsten morgens aus dem Haus und erst mit Hunger oder zur Abenddämmerung völlig verdreckt und „ausgespielt“ wieder zurückgekommen
Und die zweite und entscheidende Aufgabe: überlegt Euch dann mal, was haben diese fünf Punkte mit der heutigen (vermeintlich) erwachsenen Person gemein, wie viele Überschneidungen/Parallelen und Auswirkungen von dem Kind von damals gibt es noch und was sagt das über Euch als Menschen aus?
In Bezug auf mich kann ich das ziemlich klar benennen:
Ich rede immer noch so viel (und das auch oft zu laut), so dass ich immer noch häufig eine belegte Stimme habe und mich häufig räuspere… ich spreche dabei viel zu oft das aus, was andere nur denken und ins verbale Fettnäpfchen trete ich mit Vorliebe mit Anlauf und mit dem anschließenden Gedanken „Herrje, hab ich das wirklich gerade laut gesagt?!?“ Zudem habe ich eine sehr deutliche Meinung zu vielen Themen und eine klare Haltung, die ich recht vehement vertrete… nicht nur in meiner Familie, unter Freunden und auf der Arbeit habe ich den eindeutigen Ruf, ziemlich fröhlich und lustig (meine Kinder nennen es auch mal „albern“, aber damit kann ich wunderbar leben) zu sein und glücklicherweise sehr gut über mich selber lachen zu können… das Gefühle-Overload gehört zu mir wie meine Sommersprossen (wahrscheinlich kann ich auch genauso viele Gefühle wie die Punkte auf meiner Haut empfinden) und wenn ich eines so ganz gar nicht kann, dann ein Pokerface machen und es irgendwie überspielen, wie es mir geht… ich bin immer noch eine totale Frischluftfanatikerin und bin am allerliebsten draußen.
Ihr seht – die Kinder von damals sind körperlich und seelisch gewachsen – der Kern dessen, was uns ausmacht, bleibt aber ein Leben lang… und in meinem Fall ist das auch gut so, denn ich mag die kleine Uta! 🙂
Ein heiserer Frechdachs war ich nicht, eher durch konsequent „überbesorgte“, auch strenge Erziehung zwangsläufig ruhig und angepasst, um Ärger zu vermeiden. Geschadet hat es mir aber nicht, bin als kreative Waagefrau eh ruhig und lebensfroh auf Harmonie und Ausgleich bedacht, so fühle ich mich am wohlsten.
Wie Du auch, bin ich von Kindesbeinen an ein sensibler Gefühlsmensch. Ebenso war ich in der Großstadt immer gerne mit den anderen Kindern draußen, kein Baum war mir zu hoch, hatte dauernd aufgeschlagene Knie und Ellenbogen.
Ach ich bin mir treu geblieben und mag die kleine und auch jetzige Gabi!! :-)))))
Ich mag die jetzige Gabi ebenfalls! 🙂