Jetzt sind es noch drei 1/2 Tage bis wir unsere beiden neuen Familienmitglieder abholen und ihnen ein neues Zuhause schenken. Neben der Vorfreude auf die beiden Fellnasen macht sich bei mir im Bauch auch mein typisches Gefühl vor Veränderungen breit: Hoffentlich geht alles gut – hoffentlich gefällt es den beiden bei uns – hoffentlich schaffen wir alle sechs es gut und schnell, uns auf die neue, doch ziemlich andere Situation einzustellen und uns damit so richtig gut zu fühlen.
Ich stelle immer wieder fest, dass ich ein sehr großes Verantwortungsgefühl habe und in vielerlei Hinsicht das Gefühl habe, dass ich immer mein Bestes (und das quasi alleine oder zumindest an vorderster Front) geben muss, damit es allem und jedem in meinem Umfeld auch möglichst gut geht. Ich denke, da hat mich meine Mutter sehr geprägt, die die älteste von acht Geschwistern mitten im Zweiten Weltkrieg war und die bereits mit sehr jungen Jahren von meiner Großmutter die Aufgabe überlassen bekam, auf ihre kleinen Brüder und Schwestern aufzupassen – weil es gar nicht anders gegangen wäre. Da ich absolut an die transgenerative Übertragung glaube, fühle auch ich mich sehr oft hauptverantwortlich für die jeweilige Situation und kann da auch nur schwer die „Kontrolle“ abgeben.
Und so schleichen sich bei anstehenden Veränderungen immer reichlich schillernde Bedenken, knallbunte Zweifel und quitschige „Wenn´s und Aber´s“ in meine ansonsten ja durchaus fröhliche Gedankenwelt – in diesem Fall mit den beiden Katzen natürlich nicht, ob das eine richtige Entscheidung war, sondern eher, ob ich dieser auch gerecht werden kann.
Im Hinterstübchen weiß ich natürlich, dass nicht so heiß gehüpft wird, wie es gedacht wurde (nette Umwandlung des Sprichworts, oder? :)) und aus Erfahrung habe ich zudem die häufige Erkenntnis, dass ich bisher im Prinzip alles in meinem Leben irgendwie hinbekommen habe – teilweise holprig, mit Schrammen und Beulen und wenig elegant, aber das Ergebnis zählt!
Insofern werde ich auch diese „Herausforderung“ meistern und wir werden uns in unserer bescheidenen Hütte schon zusammen eingrooven – mit ein wenig Geduld und mit ganz viel Liebe! ❤️

Ich werde berichten… versprochen!