So gut, wie ich über mich selber lachen kann – so leicht fällt es mir (leider) auch immer mal wieder, mich grün über mich selber zu ärgern. Bin da schon deutlich gelassener geworden – wo ich früher als innerlicher Hulk meinem Selbstwertgefühl ordentlich einen vor die Mütze gegeben habe, rolle ich heute mal ordentlich mit den Augen und quittiere mein dusseliges Verhalten mit einem gnädigen Grinsen.
Es gibt aber auch so Situationen, die dürfen dann ruhig ein wenig nachhaltiger den eigenen Ärger-Modus am Hüpfen halten – denn vielleicht ergibt sich damit ein kleiner Lern-Effekt. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich als letztes… 🙂
Letzten Freitag war in aller Herrgottsfrühe (nämlich vor meinem Frühdienst) so ein Moment: ich habe mein Auto geparkt, war anscheinend in Gedanken schon auf Station und den anstehenden Aufgaben, knalle die Autotür zu – bzw. versuche es, weil da gab es ein kleines Hindernis… nämlich mein rechter Daumen! 🙁
Jetzt muss ich dazu sagen – und vielleicht erinnert der eine oder die andere sich noch daran: vor ein paar Jahren ist mir das schon einmal passiert. Da war es das Auto einer guten Freundin und der linke Daumen… fragt mich BITTE nicht, wie ich das dauernd hinbekomme!!!! Ich habe darauf keine Antwort – echt nicht! Ich kann Euch nur sagen: das tut einfach nur sowas von weh!

Glücklicherweise ist es „diesmal“ nicht ganz so übel, wie beim letzten Mal (wo die Autotür ja tatsächlich zu war und ich auch am nächsten Tag doch mal in die Notaufnahme zur Röntgen-Kontrolle gegangen bin und dann noch den Daumennagel aufgebohrt bekam, damit der Druck rausgeht…). Es ist „nur“ ordentlich blau, etwas angeschwollen, aber nachdem ich den Frühdienst mit Schmerzen und daraus resultierender Übelkeit und auch die Dienste am Wochenende etwas gehandicapt überstanden hatte, ist es heute schon wieder ganz okay und ich kann damit auch schon wieder fast alles tun.
Trotzdem hoffe ich jetzt einfach mal, dass mir das ENDLICH eine Lehre ist und achtsamer mit mir selber umgehe. Meine Gedanken beisammen halte, nicht schon mehrere Dinge gleichzeitig erledige und es weiter verfestige, im Hier und im Jetzt zu sein und nur das zu tun, was auch gerade ansteht – und wenn es das Schließen einer Autotür ist. 😉
Das mit dem im Augenblick leben kann ich in den kommenden Tagen auch gut üben, denn mein Mann und ich fahren von Mittwoch bis Montag mit unserem Wohnmobil Walter an die Ostsee… dementsprechend lest Ihr erst kommende Woche wieder von mir. Ich wünsche Euch eine wunderbare Zeit! ❤️
Alles Gute Dir…. da kommt die kleine Auszeit zum richtigen Zeitpunkt. Ich kann Dir so gut nachfühlen. Es ist meist eine Sekundensache, aber in unserem Kopf ist gleichzeitig so Vieles. Wir sollten die Lektion einfach annehmen und sich nicht ärgern; es hat bestimmt etwas Gutes.
Vielen Dank, liebe Martina. Ja, irgendwas Gutes steckt ja in allem – selbst in einem dicken Daumen! 🙂
Ja, ich sehe es auch so: nicht ärgern, sondern Lektion annehmen. Außerdem hattest Du viel Glück im Unglück, es hätte Dir ja auch einen komplizierten Trümmerbruch mit langwieriger Heilungsphase einbringen können.
Ich wünsche Dir entspanntes Seelenbaumeln an der Ostsee, wunderschöne Ahamomente und ganz viel Freude!!!! :-)))))
Diesmal hatte ich tatsächlich echt Glück – es hätte deutlich schlimmer (ähnlich wie beim letzten Mal) ausgehen können… Vielen Dank für die wunderbaren Wünsche, liebe Gabi!
Gute Besserung; oh – kenne ich das … ob es nun der eingeklemmte Finger, den verschütteten Kaffeesatz (Wände, Schubladen und Boden) oder die verpasste Bahn ist … es zeigt mir klar und deutlich auf, mich auf mich zu konzentrieren, einen Schritt nach dem anderen und mich vor allem Ernst zu nehmen … habt es schön…
Vielen Dank, liebe Hanna! Ja, das sind eindeutige Zeichen…
Oh weh, ich kann mich den Worten der anderen Beiträge nur anschließen.
Und hoffe auch, du kannst jetzt die Ruhe und Entspannung umso mehr genießen.
…..auch, weil du ja jetzt überhaupt keine Haus/arbeiten im Urlaub tätigen kannst. ….selbst Umblättern beim Lesen…..
prima!😃
🙂 Liebe Sabine, vielen Dank für Deine Worte! Musste ziemlich grinsen beim lesen… 🙂