Momente der Gemeinsamkeit

Nachdem bei meinen beiden Kindern nun auch die Fäden in ihren Weisheitszahn-„Kratern“ gezogen wurden, ist dieses Kapitel nun fast gänzlich ausgestanden und ich bin heile froh, dass wir alle es einigermaßen glimpflich überstanden haben und nun schleichend wieder Normalität in unseren Alltag und in unsere Mahlzeiten einkehren kann. 🙂

Was ich Euch aber darüber hinaus erzählen möchte, ist eigentlich vielmehr ein Moment, den ich mit meinem Nachwuchs im Auto zurück von dem besagten Arzttermin erleben durfte. Wir fuhren bereits im nachmittäglichen Dunkeln Richtung Heimat, als ich bemerkte, dass ich in diesem Advent doch tatsächlich noch kein einziges Mal „Last christmas“ von Wham im Radio gehört habe. Meiner Tochter entfuhr auf dem Rücksitz nur ein entsetztes „Was?!? Nein!!! Das geht gar nicht!“ und sie drückte meinem Sohn auf dem Beifahrersitz mein Handy in die Hand, welches fürs Navi sowieso schon mit meinem Radio verbunden war.

Kurz darauf erscholl besagtes und gewünschtes Lied laut durch meinen Wagen und meine Tochter und ich haben ebenso laut jedes Wort mitgesungen. Ich dachte noch: Oh je, armer Sohn – der bringt ja gerade echt ein Opfer… als mein Blick auf ihn bei den letzten Klängen fiel, er mich angrinste und das Lied noch mal startete…

Das war ein ganz warmer Moment – nicht wegen des Liedes als solches, welches ja eher klischee-mäßig in die jetzige Zeit passt (welches ich aber dennoch einfach mag, als Kind der 80er! 😉 ) – weil es so ein wunderbares Gefühl der Gemeinsamkeit war. Ein Augenblick der Einheit, des Zusammenhalts und des Teilens einer gemeinsamen Emotion. Klingt schon fast kitschig – aber gehört nicht genau das zum eigentlichen Zauber in diese Dezember-Wochen?

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hatte ich letzte Woche auch zu Rolf gesagt, dass ich das Lied dieses Jahr noch nicht gehört habe. Kaum ausgesprochen, lief es im Radio und es war nicht Alexa, die es gespielt hat😅😅

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