So geht es mir nach dem Hüpfer in die Ausbildung…

Der erste Hüpfer-Satz ist geschafft: nämlich der Theorieblock I. – die Hälfte der Schule während der wichtigen Probezeit zu meiner Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin.

Der viele, viele Lernstoff konnte mich nicht weiter schrecken. Allerdings muss ich zugeben und das auch mit einem etwas schuldhaft, leidvoll verzogenem Blick: meine zahlreichen sonstigen Aufgaben sind in den letzten zwei Monaten ganz schön auf der Strecke geblieben. Meine Kinder wissen zwar noch, dass ich ihre Mutter bin (und haben meine Lernerei echt mit Fassung – vielleicht sogar mit Erleichterung ertragen, weil ich weniger hinter ihnen her war und sie ihre Ruhe hatten… 😉 ) – aber ich habe es kaum noch geschafft, mich darüber hinaus auch noch um so andere wichtige Dinge wie Freunde, Haushalt, diesen Blog hier, Nebenjob oder mich selbst zu kümmern. Oft kam ich nach der Schule nachmittags nach Hause, hab im Stehen schnell etwas gegessen und mich dann wieder bis abends an den Lernstoff gesetzt. Das war schon heftig anstrengend – aber es hat auch Früchte getragen: die erste Klausur hab ich sehr gut geschrieben – bei den anderen beiden habe ich noch keine Ergebnisse, aber gefühlsmäßig dürfte es auch ganz okay für mich gelaufen sein.

Nun bin ich bereits mitten in den Einführungstagen im Krankenhaus: wir bekommen noch mal wichtige Dinge in Sachen EDV, Patientenakten ausfüllen, Abläufe auf Station, Aufbau des Krankenhauses usw. gezeigt. Wieder viel Input – und ich freu mich jetzt richtig, in den kommenden Tagen endlich wieder am Krankenbett und mit Patienten arbeiten zu dürfen, neu gelernte Dinge aus der Schule anzuwenden und jeden Tag ganz sicher ganz viel Neues in den Kopf zu sortieren.

Ich habe also meinen – wieder mal – ganz neuen Schritt in meinem Leben noch absolut nicht bereut! Manchmal ist mir schon bewusst, dass ich mir da ganz schön viel auflade und die große Veränderung ja noch nicht mal ein Jahr her ist und ich eh noch soviel aufzuarbeiten habe – aber ich bin bisher an jeder Aufgabe gewachsen! Und so wird es hier auf jeden Fall auch wieder sein.

Kennt Ihr das eigentlich auch? Eine ganz neue Herausforderung, die Euch alles abverlangt hat – ob freiwillig oder vom Schicksal so gewollt? Und wie habt Ihr das geschafft?

Ich bin gespannt auf Eure Geschichten – und grüße Euch ganz lieb!

P.S.: Ich bekam am Wochenende eine ganz lieben E-Mail von einer Leserin hier, die mir zum ersten Mal einen Kommentar zu einem Artikel geschrieben hatte und wissen wollte, wo der zu finden sei. Eigentlich ist es ja so, dass ich Kommentare von Personen, die zum ersten Mal etwas getextet haben, erst freischalten muss – ihren Kommentar habe ich allerdings selber nicht erhalten. Vielleicht liegt gerade ein technisches Problem vor – ich habe das aber meinem EDV-Menschen bereits mitgeteilt und hoffe, dass auch bald neue Menschen hier wieder kommentieren können.

17 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Uta,
    ich habe in meinem Leben auch mal einen Neuanfang gemacht – eher so nebenbei und das war dann bald ein Selbstläufer: ich habe mich selbständig gemacht, ein Gewerbe angemeldet, die ersten Kunden kamen und es lief immer besser… 25 Jahre lang. Dann wollte ich kürzertreten und weniger arbeiten.
    Nachdem ich gemerkt habe, dass das als (erfolgreich) Selbständige nicht funktioniert, habe ich innerhalb weniger Wochen beschlossen, mir eine Anstellung zu suchen und mein Gewerbe abzumelden. Auch das ging gut!
    Zwar etwas anders als geplant, aber so ist es im Leben…
    immer wieder Veränderungen und neue Herausforderungen, die gemeistert werden wollen.
    Es fühlt sich alles richtig an.
    Liebe Grüße
    Inge W.

    • Klingt super, liebe Inge – und super mutig! Zunächst den Schritt in die Selbständigkeit, was immer ein Wagnis ist – und dann wieder weiter zu gehen, wenn es sich nicht mehr richtig anfühlt! Ein Hüpfer eben nach dem anderen… total klasse!

  2. Liebe Uta,
    ich habe mit Ende 40 auch einen Neuanfang gestartet und mich noch einmal in ein ganz neues Studium gestürzt. Dabei hatte ich auch ein total schlechtes Gewissen, dass ich mich nicht mehr genug um Familie und Haushalt kümmern konnte. Meine Kinder (damals 8 und 11 Jahre alt) haben mich aber überraschenderweise mit meiner ganzen Lernerei als gutes Vorbild genommen und ganz selbstverständlich ebenfalls ihre Hausaufgaben gemacht, wenn ich am Schreibtisch saß.
    Unserer Liebe und Nähe zueinander hat das Ganze keinerlei Abbruch getan, sie waren sogar stolz auf mich.
    Ich habe es keinen einzigen Tag bereut, diesen Schritt gegangen zu sein, obwohl ich zum Glück vorher nicht geahnt habe, wie anstrengend diese 3 Jahre werden würden.
    Nun habe ich einen Job, der viel besser zu mir passt und bin froh, in ein neues Berufsleben gehüpft zu sein.
    Liebe Grüße,
    Heinke

    • Liebe Heinke,
      zunächst mal: herzlich Willkommen bei den Kommentalern: bei Dir hat es ja geklappt, ich konnte Dich freischalten! Sehr schön, dass Du jetzt da bist!
      Und vielen Dank für Deine Geschichte, die auch echt mutig klingt – und wie toll für mich, dass sie meiner sogar ein wenig ähnelt und ich mir sagen kann: ich kann es auch irgendwie schaffen. Dass man dabei seinen Kindern eben auch ein Vorbild sein kann, habe ich heimlich ja auch schon immer gedacht – und freu mich gerade, dass ich es bestätigt bekomme… 🙂
      Ganz liebe Grüße von der Uta

      • ja genau! Solche Vorbilder prägen unsere Kinder.
        Bei mir ähnlich: auch meine Tochter hat bei mir gesehen (und sich wahrscheinlich verinnerlicht), dass nicht immer nur der „gerade Weg“ zu einem Erfolg führt 😉
        Sie hat einen ähnlich „kurvigen“ beruflichen Lebensweg.
        LG Inge W.

  3. hallo liebe uta !

    war länger nicht mehr hier bei dir im blog . . . aber seit unserm letzden schreiben hier schon wieder 3 mal auf der ‚ INSEL ‚ !!!
    seit ich das erstemal auf der insel war . . .hat mich der . . . inselvirus . . . wohl voll erwischt ! glaube da gibts auch nichts von ratiopharm !!! 😂😂😂
    habe jetzt leider nichts zu deinem aktullem blog . . . hoffe aber dennoch . . . ich darf dir hier ein paar nette zeilen schreiben ! wollte dir nur kurz von meinem kleinen verlängertem wochenendausflug berichten ! ( 11.05 bis 13.05 )
    weisst ja . . . ich bin in der motorradsaison sehr viel beschäfftigt . . . um so mehr war es mal wieder zeit . . . auch wenn nur kurz . . . einen besuch auf der tollsten insel . . . in angriff zu nehmen !!! am freitag den 11.05 in norddeich angekommen erwartete mich schon die erste überraschung ! am himmel über dem schönen hafen. . . flatterten unzählige kleine und große drachen !!! an diesem w e fanden dort . . . ohne das ich davon gehört hatte . . . die drachenmeisterschaften statt !!! das war dann schon eine sehr freudige und interesannte überraschung ! sehr viele teilnehmer die sich mit ihren . . . fliegenden kunstwerken . . . gegenseitig übertragen und sich wirklich sehr viel mühe gemacht haben ! an dem folgetag . . . samstags gegen 22 uhr gab es sogar eine sehr schöne . . . nachtflugshow !!! das war sehr faszinierend und ich saß noch bis spät in die nacht am deich !!! einfach erholung pur !!! am samstag morgen ging es dann endlich auf die . . . INSEL !!! 😍
    die freude geht schon los wenn man auf die fähre im hafen wartet und dann einen tollen platz am oberdeck ergattert 😁
    dann kurz vor ankunft im juister hafen kam die lautsprecherdurchsage . . . das am heutigen tag noch der letzte tag des musikfestival wäre !!! das war dann überraschung nr. 2 !!!
    auf der insel angekommen hörte man schon einige live bands bis in den hafen !!!
    es war wirklich super und das alles bei strahlendem sonnenschein !!!
    das ganze ging bis spät am abend und ich wäre sooooooo gerne noch die ganze nacht geblieben . . . aber leider ging die fähre gegen 20 uhr ! . . . es war mal wieder unvergesslich !!! aber jedesmal wenn ich jetzt wieder von der insel in richtung festland fahre . . . sage ich mir den schönen spruch . . . nach der insel – ist vor der insel !!!
    so fällt mir der abschied nicht so schwer und man schmiedet schon wieder neue inselpläne und zählt schon im kleinen . . . wieviel tage es wohl noch sind . . . bis zur nächsten inselerkundung !!!
    dies liebe uta wollte ich dir kurz von meinem kurzem aber wie immer sehr schönen inselurlaub berichten . . . auch wenn es nicht grade zu deinem aktuellem blog passt !
    viele liebe grüße von dem motorradmechaniker aus dem westerwald !!!

    • Hallo Volker – stimmt, war nicht zum Thema, aber das ist doch völlig egal! 🙂 Freu mich, dass Du so eine tolle Zeit mit so vielen schönen Überraschungen hattest! Hoffe, Du kannst viel davon mitnehmen und wie Du schon schriebst: Nach Juist ist immer vor Juist….

  4. . . . im unteren anhang ganz vergessen . . . mein name !!! 😂😂😂
    könnte an der späten uhrzeit gelegen haben . . . 😅
    viele liebe grüße von. . . volker . . .dem motorradmechaniker aus dem westerwald !!! @

  5. Hallo Uta, Stolpersteine hatte ich leider auch schon viele, die meisten ungewollt. Irgendwie habe ich es bis jetzt immer geschafft über die Steine drüber zu hüpfen habe aber bei einigen Hüpfern schon gespürt wieviel Kraft mich das kostet und manchmal auch das Gefühl das ich kleine Teilchen von mir verloren habe. Solche Anstrengungen können durchaus positive Auswirkungen haben aber manchmal eben auch negative.
    Super das du alles so gut geschafft hast!!

    • Liebe Claudia, ich weiß genau, was Du meinst! Glaub mir – auch ich habe ganz schön „Federn gelassen“ in den Jahren – aber bin auch immer wieder aus der Asche aufgestanden. Mir haben aber schon mehrere Leute gesagt, dass man mir auch ansieht, dass ich schon so einiges mitgemacht habe – manchmal sei da eben ganz schön viel Traurigkeit in meinem Blick.
      Das gehört vielleicht auch dazu… wichtig ist, dass man den Sinn fürs hüpfen nie ganz verliert!

  6. Liebe Uta, mit 50 habe ich meine sichere Stelle im Öffentlichen Dienst nach jahrelanger Tätigkeit gekündigt, und bin nach Berlin gegangen. Unglaublich aber wahr, zwei Bewerbungen, zwei Zusagen 😊 ich war so stolz das meine Tätigkeit mit 50 Jahren noch anderswo gewertschätzt wurde 😊. Meinen Mann und meine Kinder (diese aber schon alle volljährig) habe ich vor vollendete Tatsachen gesetzt und machte mich auf den Weg. 😊 und es war ein guter Weg der ganze drei Jahre dauerte bis ich Heimweh nach Haus und Garten bekam. Aber auch mal eine gute Erfahrung für meine Familie, Mama nicht immer präsent – obwohl im Zeitalter von Whatsapp, Videoanrufen, etc. würden dann doch Notrufe beantwortet 😉 und für meinen Mann eine ganz neue Erfahrung – die Wochenendehe mal andersrum zu führen 🙈 Ich bin froh, dass ich den Mut hatte so einen Schritt mit 50 zu gehen. Es war eine super Erfahrung und hat mich selbstbewusst gemacht 😊 Nun arbeite ich mit Vier Tage Woche halbtags in deiner Heimatstadt und bin auch dort sehr glücklich. Wenn das Wetter es zulässt fahre ich von Kaarst zum Westwall mit dem Fahrrad und düse an einer Gartenfirma Namens Jentjens vorbei 😊 so denke ich dann schon einmal an dich liebe Uta 😊 Ich finde es toll wie du deinen Weg jetzt gehst, soviel Mut mit viel Lernen, Schichten, Wochenendarbeit hätte ich wahrscheinlich nicht gehabt. Somit bewundere ich dich sehr und wünsche dir weiterhin alles Liebe, viel Kraft, viel Freude beim Lernen und vorallem ab und zu Zeit für deine Kinder. 😊❣ Grüßle von Heike

    • Liebe Heike,
      na, die Bewunderung liegt aber ganz klar gegenseitig! Mit Familie so einen Schritt aus dem Konstrukt und aus der Nähe und dem Halt, den diese ja bietet, zu gehen – das finde ich auch extrem mutig!!!!

      Grüße mir mal meine Heimat ganz lieb von mir!!!! 🙂

  7. Liebe Uta, im Moment habe ich mich dem Zaunstreichen und zwischendurch Abkühlen im Haus😂 – vor dem laufenden Ventilator verschrieben.
    Ich wünsche dir weiterhin alles erdenklich Gute auf DEINEM!!!!richtigen Weg. 😘 Daumen👍 bleiben weiterhin gedrückt.
    Dieses Gefühl was komplett Neues zu beginnen, loszugehen und dann zu merken, es ist das Richtige. Das kann nur glücklich machen.
    In meinem Kopf fängt auch so langsam ein Konstrukt an – das allein ist schon aufregend.
    Liebe Grüße vom Feiertag am Niederrhein
    Dagmar

      • Liebe Uta,
        natürlich, ich berichte was sich so ergibt. Muss die Ideen erst strukturieren und nicht das Pferd von hinten aufzäumen.
        Liebe Grüße vom Niederrhein 😘

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