Da habe ich doch letztens wieder etwas gefunden/gelesen, was mich total berührt und abgeholt hat.
Ich finde, die deutsche Sprache ja wunderbar und sie kann so vieles wirklich richtig gut ausdrücken und beschreiben, findet passende Ausdrücke zu verschiedenen Zuständen und wenn sie auch im direkten Vergleich oftmals etwas hart im Ohr klingt, so kann sie doch mit so vielen Begriffen zart und weich daher hüpfen.
Und doch gibt es eben in anderen Sprachen wiederum andere Redewendungen, Sprichworte oder Bezeichnungen, die man hier nicht kennt und verwendet – die aber dennoch wunderbar etwas zum Ausdruck bringen können, was wir ebenfalls fühlen oder denken.
Ihr habe hier ein paar japanische Beispiele gefunden, die einfach total schön sind:
- Mono no aware – Die sanfte Traurigkeit zu wissen, dass alles Schöne vergänglich ist… und es umso mehr zu lieben, weil es nicht von Dauer sein wird
- Komorebi – Licht, dass einen nur erreicht, weil etwas im Weg steht… also Schönheit, die durch ein Hindernis geschaffen wird und nicht durch dessen Abwesenheit
- Yugen – Tiefe, die sich still offenbart… was man fühlt, aber nicht genau benennen kann und auch gar nicht versuchen sollte, es zu erklären
- Ma – Bedeutung lebt in der Pause… die Stille, die Lücke, der Atemzug – betrachtet als Anwesenheit und nicht als Leere
- Shizukesa – Stille, die positives Gewicht trägt… Schweigen, das sich bewohnt anfühlt
- Hakanai – Schönheit, die in der Vergänglichkeit liegt… etwas, das vergeht ist wertvoll und nicht schwach
- Yohaku – Was ungesagt bleibt, verleiht dem Bedeutung, was übrig bleibt… hinter dem Raum liegt Absicht
- Wabi-Sabi – Die Akzeptanz, das nichts perfekt, nichts von Dauer und nichts vollständig ist und man nicht dagegen anzukämpfen braucht

Liebe Uta, danke dafür!!!! Es sind allesamt sehr weise Tugenden, die unser Leben auch in heutigen Zeiten besonders sinn- und wertvoll machen und „vergolden“ können. Sie lassen uns einen Moment innehalten, nehmen Erwartungsdruck von uns, lassen offen entspannt und zufrieden sein. Das tut soooo gut, zaubert uns ein Lächeln, das man vielfach an seine Mitmenschen weitergeben kann.
Von Herzen gerne, liebe Gabi… und viel Freude beim Lächeln verschenken! 🙂
Danke fürs Teilen der gefundenen schönen Worte. Ich kann mir diese nur so schlecht merken.
Fände es toll, ich könnte sie mal bei einer Familienfeier anwenden -und damit die Jugend zum Grübeln bringen, ob ich sie evtl eine neue Wortschöpfungen verpasst hätten.
Schreib sie Dir doch auf einen kleinen Zettel, den Du unauffällig aus der Hosentasche ziehen und die Worte mal schnell ablesen kannst, liebe Sabine! 🙂