Und wieder ein großer Hüpfer…

Mit etwas gemischten Mutter-Gefühlen tippe ich diese Zeilen in die Tastatur, denn manchmal finde ich es schon erschreckend, wie schnell die Zeit davonhüpft – immer wieder wunderbar an den eigenen Kindern zu beobachten.

Gefühlt gestern hat man noch die ersten Bewegungen im eigenen Bauch gespürt, das erste „Mama“ aus den Lallungen gehört oder hat die Hand zum ersten Schritt gereicht… wenn ich mir jetzt meine beiden Racker so anschaue, die in etwa gleich groß sind (der Abstand zwischen ihnen ist ja auch kaum erwähnenswert) und mit ihrem ähnlichen Gesicht fast aussehen wie Zwillinge, die bereits die ganze Welt wahlweise zerstören, retten oder erobern können… Wahnsinn!!! Wo sind mir diese Jahre bloß zwischen den Fingern zerronnen, in welche Lebensuhr sind sie geflossen und warum war ich anscheinend nicht dabei? Denn sonst müsste ich doch jeden Tag ihres Lebens wissen und erzählen können. Kann eine meiner Gehirnschubladen bestimmt auch – aber ich weiß gerade echt nicht, welche Lade ich dafür öffnen muss.

Morgen ist nämlich bereits die Einschulungsveranstaltung meines Sohnes an der weiterführenden Schule. Dann sind beide Kinder aus der Grundschule raus und „lernen ab jetzt richtig fürs Leben“ – zumindest wird einem das so verkauft. 🙂

In meinem Empfinden ist das mal wieder ein ganz großer Hüpfer…

Mein Sohn ist da etwas gelassener unterwegs – der sieht das ziemlich entspannt. Zumindest bis jetzt… bestimmt ist er morgen auch aufgeregt, wenn er sich zum ersten Mal seinen neuen Klassenkameraden gegenüber sieht, den neuen Lehrern und dem großen Schulgebäude. Und ich werde wieder alle Kräfte sammeln müssen, um nicht zu weinen… und wahrscheinlich werde ich wie so oft daran scheitern…

12 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ja,die liebe Zeit.
    Geht mir auch so,du kennst meinen ja auch seit einigen Jahren.
    Jetzt gerade geht er zur Fahrschule um seinen Motorrad Führerschein zu machen.
    Und in ein paar Wochen braust er mit 100 kmh über die Autobahnen…
    Ist ein komisches Gefühl,gestern noch Kind und heute schon Erwachsen.
    Unsere Kinder sehen das alles irgendwie entspannt,nur wir Eltern tuen uns schwer damit.
    Uta,nimm Tempos mit 😉
    Aber vor allem drück ich die Daumen für die neue Schule für Jan.
    Wird schon schiefgehen.
    LG Petra

    • Was???? Dein „Kleiner“ macht schon den Führerschein????? Das ist ja auch immer so ein Phänomen, dass die Kinder der Anderen gefühlsmäßig nie größer werden und man völlig verwundert ist, wenn man die nach längerer Zeit mal wiedersieht… 🙂
      Vielen Dank für die lieben Wünsche!!!

      • Ja,aber nicht den „normalen“ .
        Damit fängt er nächstes Jahr an.
        Früher war das der 80er Führerschein heute nennt der sich A1.
        Und die fahren heute tatsächlich um die 100 Sachen.
        Zeit rennt…
        LG 🙂

  2. Liebe Uta,
    Jetzt musste ich aber doch lächeln … Ja, genau so denken wir Frauen: alle Kräfte sammeln, um nicht zu weinen!!! Auch wenn es wie jetzt bei Dir Tränen der Freude und des Stolzes auf Deine Kinder wären? Ich bin sicher, dass es kein Zeichen der Schwäche oder gar peinlich ist, wenn wir auch in der Öffentlichkeit Emotionen zeigen. Es gehört doch zum Menschlichsein unbedingt dazu. Viel zu lange haben wir anerzogene Verhaltensmuster gelebt.
    Ich denke sich selbst zu leben, bedeutet aber auch in mancher Hinsicht, dass wir uns von falsch verstandener Rücksichtnahme befreien. Gefühle zu zeigen, ist echt und ehrlich.
    Aber ich verstehe natürlich, was Du mit Deinen Worten sagen willst. Diese Gedanken kenne ich auch.
    Ich schicke Dir liebe Grüße vom heute windigen Töwerland nach Hamburg.

    • Sehe ich genauso, liebe Gabi – und ich hätte da im Prinzip auch kein Problem mit, meine Gefühle zu zeigen und in der Öffentlichkeit zu weinen… aber: ich fürchte, das wäre meinem Sohn dermaßen unangenehm!!!! Der rutscht ja so ganz langsam in die „Boah, Mama, bist Du peinlich!“-Zeit… da will ich ihm nicht zu viel zumuten!!!! 😀

  3. Klar, das verstehe ich liebe Uta! Das ging mir vorhin auch kurz durch den Kopf. Ich weiß, Jungs in seinem Alter können nur schwer damit umgehen. Coolness zu zeigen ist angesagt.
    Wir haben zwei mittlerweile erwachsene Töchter. Bei ihnen war die „Peinlich-Phase“ nicht sehr ausgeprägt.
    Heute Abend war mir nichts peinlich. LiveAct Cris Cosmo hat mit Reggae, Funk, Latino und Clubmucke den Kurplatz gerockt. Wir haben einfach nur getanzt, mit geklatscht, mit gesungen und gelacht. Toll!

  4. oh ich kann dich gut verstehen. anfang september trott kind nr 2 ein auslanspraktikum an. bevor sie in ca 1 j ihr studium abschliesst und ganz auszieht. die enkelin geht ab september in eine vorschulklasse, die ist auch schon 6. kann mich noch an due einschulung ihrer mama erinnern. wie die zeit verrinnt.
    wenn gesundheitlich hinhaut trittt kind nr 3 in den berufsalltag ein. wobei das gerade in den sternen steht. boah wenn ich das so lese was ich tippe fühle ich mich so ricthtig alt.

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