Zwei neue Spitznamen

Mittlerweile bin ich ja schon seit über einem Jahr regelmäßig im Fitnessstudio, um meinen Rücken nachhaltig zu stärken und einem erneuten Bandscheibenvorfall mit Nachdruck vorzubeugen, was ziemlich gut zu klappen scheint. Da ich – wenn meine Dienste im Krankenhaus es hergeben – meist stets um die selbe Zeit (nämlich frühmorgens – dann hab ich es für den Tag hinter mir…) dort bin, kenne ich inzwischen recht viele Personen, die dann ebenfalls ihre Runden von Gerät zu Gerät ziehen. Meist trage ich zwar meine Kopfhörer mit guter Musik – aber ein kleines Pläuschen zwischendurch nehme ich mit netten Menschen ja auch gerne mal mit.

So bin ich jetzt auch zu zwei neuen Spitznamen gekommen – und ich finde die Geschichten darum so lustig, dass ich sie Euch gerne erzählen möchte: mein erster neue Namen lautet nämlich „Udo“… und das kam so: zwei Männer, die immer viel zusammen trainieren, standen an einem Gerät, an dem ich vorbeigehen musste. Der eine sagte zum anderen: „Lass doch mal die Lady durch!“ Ich so: „Na, vielen Dank – aber woher willste wissen, dass ich eine Lady bin?“ Als die beiden mir dafür Recht gaben, meinte ich so: „Siehste – Ihr könnt auch Udo zu mir sagen!“ Und bumms – da hatte ich den Salat, denn aus dieser Ecke werde ich nun stets mit „Moin, Udo!“ begrüßt. 🙂

An einem anderen Tag vor ein paar Wochen kam ein anderer Sportler zu mir und erzählte mir, dass er für heute fertig sei mit dem Training. Ich lachte und meinte: „Ist ja toll – was brauchste jetzt? Ne Konfetti-Kanone?“ so ging es dann hin und her – und er hat mich daraufhin jedes Mal darauf angesprochen und gefragt, wo denn nun endlich meine versprochene Konfetti-Salve für ihn bliebe. Das wollte ich gestern nicht mehr auf mir sitzen lassen und hab ihm gesagt, dass er nach diesem Training mit mir rechnen könne. Dann musste ich mir natürlich schnell was überlegen und improvisieren. Vor einem offenen Fenster hab ich dann einen üppig blühenden Rosenstrauch entdeckt, davon ein paar Blütenblätter abgezupft und in mein Brillenetui gesteckt. Als die Person dann wieder zu mir kam, hab ich gefragt: „Na fertig? Dann dreh Dich mal um…!“ Er war ganz perplex und überrascht, hat mir dann aber den Rücken zugedreht, ich habe die Rosenblätter rausgeholt, ihn aufgefordert, sich wieder umzudrehen, und hab ihm dann die rote Pracht ins Gesicht gepustet. Wir haben ziemlich gelacht, zusammen aufgeräumt und damit dachte ich, die Geschichte ist nun vom Tisch.

Heute bin ich ihm allerdings wieder begegnet und er begrüßte mich mit: „Meine Rosenprinzessin!“

Somit bin ich jetzt also Udo, die Rosenprinzessin!!!! Damit kann man doch arbeiten! 🙂 🙂 🙂

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Humorvoll und schlagfertig zu sein, sich auch mal selbst gerne auf die Schippe zu nehmen, sind das Salz in der Suppe! Da sind wir uns ähnlich, das mag ich auch an mir.

    • Oh ja – im mich nicht so ernst nehmen, über mich selber lachen, austeilen, aber auch einstecken – da bin ich schon gut drin… das kann ich mit Stolz von mir sagen!

  2. Hey, du scheinst morgens zur richtigen Zeit zum Gym zu gehen.
    Als ich mich bei meinem Fitness, nach einer Handgelenksfraktur, angemeldet habe, meinte die nette Einweiserin:“ Komm zum Probetraining zu der Zeit, zu der du sonst auch kommen würdest!“
    Es ist wichtig, dass Frau die jeweiligen Mittrainierenden sympathisch findet. Bei mir ist’s meist eher dröge am Nachmittag. Am Sonntag trainiert immer ein mitteilungsfreudiger Bekannter vormittags, ist aber idR nicht meine bevorzugte Zeit. Da ich dann gerne was mit Familie und Freunden mache.
    Aber deine kl. Begebenheiten sind witzig und du bist schlagfertig. Wie schaut denn dein Mann, wenn du ihm davon erzählst?😉

    • Ach, mein Mann lacht dann mit mir… der kennt mich ja doch auch schon eine Weile! 🙂
      Ja, mit netten Leuten zu trainieren macht schon was aus – dauert aber auch länger, wenn man dauernd quatscht! 🙂

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