Eine kleine Überraschung im Wald

Um es direkt vorneweg zu sagen: mir ist durchaus bewusst, dass man beim Thema meines heutigen Artikels absolut zweigeteilter Meinung sein und dafür allerhand Argumente dagegen halten kann. Dennoch fand ich das einfach zu nett und habe bei dem Anblick gegrinst wie ein kleines Mädchen, was die Weihnachtsgeschenke im elterlichen Kleiderschrank entdeckt hat.

Hinter unserem Haus erstreckt sich ja ein Wald – der sogenannte „Höpen“ ist ein Landschaftsschutzgebiet in Seevetal, welches sich zwischen den Orten Glüsingen, Meckelfeld und Fleestedt erstreckt, zu den Niedersächsischen Landesforsten gehört und in dem es eine kleine Erhöhung, den Räuberberg (46m), gibt. Dieser Name ist insofern ziemlich passend, als dass das Naherholungsgebiet recht naturbelassen ist, viele kleine Teiche und Seen aufweist und es an manchen Stellen (besonders in der Zeit, als jetzt ganz viel Schnee lag) einfach so aussieht, als könnten dort Zwerge, Elfen oder Trolle hausen. Ähnlich wie im Wäldchen auf Juist am dortigen Hammersee würde es mich zumindest nicht sonderlich wundern, wenn mich auf meinen zahlreichen Spaziergängen oder Joggingrunden durch den Wald irgendwann mal ein derartiges kleines Wesen begrüßen würde.

Besonders eine Stelle an einem größeren Tümpel ist mir sehr ans Herz gewachsen und dort muss ich immer eine Weile stehen bleiben, meine Seele ganz weit öffnen und die dortige Atmosphäre auf mein Gemüt wirken lassen.

Und anscheinend bin ich nicht die einzige, die sich gerade an diesem Platz eine Behausung von winzigen, für uns eher unsichtbaren Kreaturen vorstellen kann. Denn letztens habe ich einen buchstäblichen „Beweis“ für die Existenz derer gefunden:

Und – um nochmal zum Anfang meines Artikels zurückzukommen: Ja, ich bin auch nicht dafür, dass man beispielsweise Tannenbäume im Wald mit Christbaumkugeln behängt und die Tiere u.a. Gefahr laufen, sich an heruntergefallenen Scherben zu verletzen oder dass man eine natürliche Umgebung überhaupt irgendwie „dekoriert“. In diesem Fall hat man zumindest reine Holzteile verwendet und dazu noch Dinge verwendet, die es ohnehin im Wald gibt.

Und ich konnte nicht anders – ich hab mich über diese kleine Überraschung im Wald und diese Geste der Achtsamkeit, mit der man sich ganz bestimmt genau diese Reaktion seiner Mitmenschen (ohne, dass man sie tatsächlich selber sehen und hören wird) erhofft hat, einfach gefreut.

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wir haben so etwas das erste Mal auf Borkum gesehen. Ich habe mich auch gefreut. Es muss aber dort leider leider so überhand genommen haben, dass alles weggeräumt wurde. Es wurde einfach zu viel Müll hingelegt. Ich bin auch, wie du, zweigeteilter Meinung.

    • Och wie putzig! Anhand der daneben liegenden Tannenzapfen sieht man ja, wie klein das Törchen ist, vielleicht stammt es noch aus der Adventszeit. Sind kleinere Kinder im Haus, so stellt man für sie ein winziges „Wichteltürchen“ an der Sockelleiste auf und siehe da: gelegentlich liegen dann davor kleine Leckereien….. :-)))

    • Ja, liebe Ute – zum einen darf es wirklich nicht Überhand nehmen und man sollte da zum anderen wirklich drauf achten und zweimal überlegen, was genau man in die Natur bringt und dort belässt.

  2. Hier in der Nähe, in Nagold, gibt es den „Zauberwald“.
    wunderschön angelegt, sogar mit Flyern, und Aufgaben für Kinder, bei denen sie z.B. Wichtel finden und zählen können.
    Mal etwas anderes als die langweilen Spaziergänge, die für Kinder nicht so motivierend sind.
    Mir gefällt das auch sehr gut

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