Die Verbundenheit Mutter – Kind

Der Beruf eines Wissenschaftlers/einer Wissenschaftlerin muss doch einfach nur großartig sein, oder meint Ihr nicht auch? Jedenfalls ist es in meiner Vorstellung so, dass man da mit weißem Kittel, schlauer Brille und jeder Menge wundersamer Gerätschaften in seinem Labor hockt und immer neue Geheimnisse des Lebens hinterfragt, anschaut und mit ein bisschen Geduld (da haben wir sie wieder… 😉 ), Spucke und Glück ein paar herrliche „AHA-„Momente erlebt.

Zu verstehen, warum Dinge so ablaufen, warum die Natur so tickt, warum wir Menschen so reagieren oder warum Tiere sich so oder so verhalten – das ist schon faszinierend, denke ich. Und bin dennoch froh, dass man immer noch nicht alles – bei weitem nicht – erklären kann.

Jedenfalls haben jetzt Wissenschaftler erkannt, warum es eine so starke Verbundenheit zwischen einer Mutter und ihren Kindern gibt – und das ein Leben lang.

Denn – und das klingt jetzt zunächst echt seltsam: Kinder bleiben für immer im Körper der Mutter – und das ist keine Metapher, sondern eine jetzt bewiesene biologische Tatsache. Man hat nämlich herausgefunden, dass während einer Schwangerschaft Zellen des Embryos durch die Plazenta in den Körper der Mutter wandern und dort bleiben – heißt, die Mama trägt einen kleinen Teil ihres Nachwuchses ein Leben lang in sich. Dafür gibt es natürlich auch einen schlauen Begriff, den ich mir ganz sicherlich nicht werde merken können: Mikrochimerismus

So hat man beispielsweise in einer 70jährigen Zellen ihrer beiden Söhne in ihrem Gehirn gefunden, bei einer anderen Mutter entdeckte man Zellen ihrer Tochter in ihrem Herzen, Jahrzehnte nach der Geburt.

Und als wäre das Alles nicht schon phantastisch genug – darüber hinaus haben die Wissenschaftler doch tatsächlich auch noch herausgefunden, dass die Zellen der Kinder nicht nur einfach im mütterlichen Körper existieren, sondern dass sie sich in die dortigen Organe integrieren und richtig wichtige Aufgaben übernommen – sie heilen, schützen und bekämpfen laut den neusten Studien der University of Washington sogar Krebszellen.

Man kann also soweit gehen, dass der Satz einer Mutter „Ich spüre, dass es meinem Kind gerade nicht gut geht.“ als Beispiel sozusagen eine logische Konsequenz aus ihrer reellen körperlichen Verbundenheit mit ihren Kindern darstellt.

Eine Bindung zwischen Mutter und Kind ist also nicht nur emotional – sie ist physisch, biologisch und nun auch wissenschaftlich nachgewiesen.

Und was man auch daraus schließen kann: wenn eine Mutter stirbt, geht ein Teil des Kindes mit ihr.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Uta, das sind ja wirklich erstaunliche Erkenntnisse.
    Ich bin jetzt am rätseln wo sich mein Kind in meinem Körper verewigt hat?!
    Bist Du bei Dir schon drauf gekommen wo sich Deine 2 versteckt haben?
    Oder wo Du vielleicht bei Deiner Mutter warst? Übrigens ein sehr schönes Foto von Euch. Vielleicht erklären sich auch so woher Gemeinsamkeiten mit der Mutter kommen. Find das alles sehr spannend ! LBG Deine Elli 💋

    • Wenn ich so nach meinem Gefühl gehe, dann „sitzen meine Kinder“ auf jeden Fall in meiner Herzgegend!!! 🙂
      Ich finde das Thema auch super spannend und irgendwie erklärt es tatsächlich ein paar Dinge!
      Liebe Grüße

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