Ein altes Lied geht um die Welt

Nach „Jerusalema“ – dem Lied, das ein südafrikanischer Komponist und Produzent 2019 aufgenommen hat und welches letztes Jahr durch selbst aufgenommene Tanzvideos von Menschen aller Altersgruppen zu einem weltweiten viralen Hit wurde, kommt gerade ein anderes Lied durch das Internet zu sehr später Berühmtheit.

Das Lied heißt „The Wellermann“ und ausgegraben hat es der 26-jährige Schotte Nathan Evans. Der Mann ist Briefträger, hatte schon immer ein Faible für Seemannslieder. Vor kurzem hat er für seinen Bruder hat ein Video von einem ganz alten Lied aufgenommen und geht damit völlig unerwartet durch die Internetdecke.

Ursprünglich stammt das Shanty „Wellerman“, das eigentlich „Soon may the Wellerman came“, heißt, aus Neuseeland. Vermutlich wurde es zwischen 1860 und 1870 geschrieben, von einem jungen Seemann. Bei einem „Wellerman“ handelt es sich im übrigen um Versorgungsschiffe, die nach ihren Besitzern, den Gebrüdern Weller benannt waren. Und diese Schiffe brachten Waren – für die an den Küsten arbeitenden Walfänger, die oftmals mit Tee, Zucker und Rum statt mit Geld entlohnt wurden.

Außerdem erzählt das Lied von den einsamen Seeleuten. Das scheint in unsere Zeit zu passen und den Menschen während der Corona-Pandemie aus der Seele zu sprechen, denn über 150 Millionen Mal wurde das Video bereits angeklickt.

Ich muss sagen: mein Herz geht auf bei so einer Geschichte. Zum einen find ich das Lied einfach ganz großartig – wo ich eh einen Faible für so altertümliche Musik habe. Und, weil ich diesen Gedanken, dass sich eben auch richtig Schönes um die ganze Welt bewegen und Menschen überall berühren und glücklich machen kann, einfach so schön finde.

Hört doch mal rein – Wellermann (Leider findet man auf Youtube nur noch Versionen, die gegen Ende einem modernen Remix unterliegen… das ist ein wenig schade, aber vielleicht findet Ihr auf anderen Plattformen ja noch anderes)

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Gutes Timing Uta:
    Witziger Weise habe ich genau dieses Lied gestern zum ersten Mal gehört (gleich 3x) 🙂
    Das hat mich auch „angefasst“ und mir gut gefallen. Und der Rhythmus ist einfach ansteckend….
    Ich wünsch´ dir übrigens auch alles Gute und toi toi toi für dein Examen – du machst das, was dir am Herzen liegt – und es wird gut werden……

    • Liebe Hillie,
      ja, der Rhythmus ist wirklich ansteckend und die Melodie geht einem tagelang nicht mehr aus dem Kopf!
      Vielen Dank für die lieben Examenswünsche!

  2. Ach, wie schön, liebe Uta.
    Danke fürs Teilen.
    Ostern 2019 haben wir zu 3 Frauen ne Schottland-Rund- Tour gemacht. Abends, bei einem Bier, hab ich dann in einer größere Runde gefragt: welche/r Sänger/In oder Schauspielerin kommt eigentlich aus diesem schönen Land?…….der ehrwürdige Sir Sean C. (hier auch schon genannt) und Amy Mc D. fielen uns ein. Jetzt werde ich dieses schöne Video an diese Menschen weiterleiten.
    Für dein Examen wünsche ich dir nur das Beste!!! Ansonsten schließe ich mich dem super schönen letzten Satz meiner vorangegangenen SchreiberIn an. Liebe Grüße

    • Liebe Sabine,
      da fällt mir noch Fish ein, der frühere Sänger von Marillion – außerdem die „Mutter“ von Harry Potter, Joanne K. Rowling – und war Lady Di nicht auch Schottin?
      Vielen Dank für die lieben Examenswünsche!

  3. Fish- ein toller Sänger!
    An JK. Rowling kommt man bei der Stadt-Besichtigung in Edinburgh nicht vorbei. Sie hatte von ihrem Schreiberling-Cafe aus den direkten Blick auf den Friedhof. Dort sah sie die Namen auf den Grabsteinen, die sie dann auf ihre Romanfiguren übertrug. Die ganze Stadt erinnert mit ihren Gebäuden insgesamt an Hogwarts. Vllt für einen Afterexamen-Belohnungs-WE, genau das Richtige- von Vorteil wäre es, Bier bzw Whisky zu mögen.😉

    • Ja, ich mag Fish auch – besonders jetzt im Alter… Marillion habe ich allerdings schon als Jugendliche gerne gehört
      Bei Bier bin ich dabei – bei Whiskey muss ich aber passen… 😀

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