Ich bin verliebt

Eben wurde mir im Autoradio ein neues Lied vorgestellt, welches mich zu dem heutigen Artikel inspiriert hat. Zugegebenermaßen entspricht der Song eigentlich so überhaupt nicht meinen bevorzugten Musikgenres, denn der Sänger namens Fayan macht deutschen Rap – und ganz ehrlich: ich glaube, für solche Lieder bin ich wohl einfach zu alt… 🙂

Auch sein neuer Hit „Verliebt in mich“ hätte mich normalerweise zum Sender-Änder-Knopf greifen lassen, aber ich bin bei dem Titel hängen geblieben und habe mir den Text dann doch mal genauer angehört:

Ich bin verliebt in mich
Verdammt nochmal, seh‘ ich gut aus
Ich bin am liebsten ich
Was sie erzählen, da rein, da raus, mir egal
Wer sagt, ich darf mich nicht fühlen?
Ich bin verliebt in mich
Ich bin am liebsten, ich bin am liebsten ich

Fühl‘ mich grade so gut, ja
Überlass‘ gar nichts mehr dem Zufall
Bin connected so wie dein Router
Ich weiß noch genau, ich lag Nächte wach
Doch am besten lacht, wer als Letzter lacht
Den Müll von gestern hab‘ ich grade weggebracht
Hab‘ mich das so lang nicht getraut
Doch jetzt sag‘ ich doppelt so laut

Ich bin verliebt in mich
Verdammt nochmal, seh‘ ich gut aus
Ich bin am liebsten ich
Was sie erzählen, da rein, da raus, mir egal
Wer sagt, ich darf mich nicht fühlen?
Ich bin verliebt in mich
Ich bin am liebsten, ich bin am liebsten ich

Trag‘ mich selber auf Händen
Hat lange gedauert, jetzt geht es mir blendend
Lebende Legende, Körper ein Tempel
Wenn ich mich nicht fühl‘, macht es keiner am Ende
Für gute Mood bin ich mein Go-To
Kamehameha, als wär‘ ich Son Goku
Hab‘ mich das so lang nicht getraut
Doch jetzt sag‘ ich doppelt so laut

Ich bin, ich bin verliebt in mich
Verdammt nochmal, seh‘ ich gut aus
Ich bin am liebsten ich
Was sie erzählen, da rein, da raus, mir egal
Wer sagt, ich darf mich nicht fühlen?
Ich bin verliebt in mich
Ich bin am liebsten, ich bin am liebsten ich

Also – von einigen Passagen, die ich wahrscheinlich altersbedingt nicht wirklich verstehe und von der Liedzeile „Verdammt nochmal, seh´ ich gut aus“ (denn das ist mir in dem Zusammenhang ein bisschen zu oberflächlich) mal abgesehen, finde ich den Text echt gut. Macht er doch deutlich, wie wichtig es ist und wie lange man dafür oft leider braucht, sich selber so anzunehmen, zu fühlen und zu lieben wie man eben ist.

Ich hab mich bereits in viel jüngeren Jahren – in der Phase, in der man sich ständig neu verknallt hat – in meinem Tagebuch gefragt: „Würde ich mich in mich selber verlieben?“ Zum damaligen Zeitpunkt ging meine Antwort definitiv mehr in ein klares „Nein“ – heute geht das Pendel tendenziell tatsächlich in die andere Richtung und das kann ich dank harter Arbeit an meinem Selbstwertgefühl auch gerne so sagen. Und ich finde es gut und richtig, dass ich dauerhaft und bestimmt bis zu meinem Lebensende bereit bin, an mir und meinem persönlichen Glück herum zu werkeln. 🙂

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