Auch wenn es derzeit ganz und gar nicht nach weißer Weihnacht aussieht und die kalte Pracht von oben zumindest bei uns hier im Norden des Landes lediglich im November einmal aus dem Himmel gefallen ist, soll es heute ein kleines bisschen um Schnee gehen bei mir.
Allerdings sehr im übertragenen Sinne, denn ich habe mal wieder einen guten Spruch gefunden, denn ich hier mit Euch teilen und mit meinen Gedanken dazu versehen kann:

Zunächst möchte ich dabei auf die Unterschrift eingehen und denke, wir alle haben immer schon mal den Begriff „Zen“ gehört und verbinden ihn wahrscheinlich mit Weisheit und einer inneren Haltung, die sehr viel mit Achtsamkeit und Einkehr zu tun hat. Ich hab mich darüber hinaus noch ein wenig schlauer gemacht:
Zen stammt ursprünglich aus Indien und ist im Buddhismus verankert, gelangte im 5. Jahrhundert nach China und einige hundert Jahre später nach Japan. Dort hat es sich zu der heute bekannten Form entwickelt, die aus drei Kernprinzipien besteht:
- Meditation um den Geist zu beruhigen und Einsicht zu gewinnen
- Direkte Erfahrung für die unmittelbare, intuitive Erkenntnis anstelle von intellektuellem Verstehen
- Sanskrit-Wurzel, also „tiefe Meditation“ oder „Versenkung“
Innerhalb dieser Zen-Lehre gibt es unzählig viele – durchweg sehr weise und kluge – Sätze, wie Ihr eben oben auch einen seht.
Keine Schneeflocke fällt jemals auf den falschen Platz – das bedeutet für mich, dass es für jedes Wesen, für jede Pflanze, für jede Situation und jedes Erleben eine höhere Ordnung gibt und das tatsächlich nichts auf dieser Welt ohne einen Grund geschieht – auch wenn wir diesen oftmals nicht erkennen und es bestimmt unglaublich viele Dinge gibt, die wir nicht verstehen oder ansatzweise gut heißen können.
Und ist es nicht auch ein sehr beruhigender Gedanke, dass wir darauf vertrauen können, dass alles seinen (vorherbestimmten) Lauf nimmt und das Leben uns dort hin führt, wo wir hingehören?
Liebe Uta, in Bezug auf den letzten Absatz verstehe ich Deine positiven Gedanken hierzu und es stimmt ja auch irgendwie. Aber ich fühle auch die Bitterkeit, wenn ich (nicht wirklich weit weit weg) an die tapferen ukrainischen Soldaten oder an schwerstkranke Menschen ohne jegliche Hoffnung auf Heilung denke! Wer könnte solch ein Schicksal schon als vorherbestimmten Lauf des Lebens so einfach annehmen? Das ist so hart!
Habe lange überlegt, ob ich das hier einfach so sagen darf, weil es auch klugschei ….. risch klingt.
Allen hier von Herzen einen friedvollen vierten Advent
Natürlich darfst Du das sagen, liebe Gabi – und Du hast damit ja auch vollkommen Recht: es gibt derzeit so vieles in dieser Welt, was man absolut nicht versteht, was furchtbar ist und bei dem man auch wirklich nicht an einen tieferen Sinn glauben kann. Das geht mir ganz genauso – aber mir war es dennoch wichtig, weiterhin die Fahne der Positivität hochzuhalten, damit das Böse nicht gewinnt.
Ich habe auch lange überlegt und bin NICHT der Meinung, das alles vorbestimmt ist….
…. 1922 geboren und mit 17 Jahren in einen sinnlosen Krieg geschickt…. vorbestimmt????
Nein, nur Pech gehabt in eine Diktatur rein geboren zu sein…
….2022 Überfall auf die Ukraine…. vorbestimmt???
Nein, ein machthungriger Aggressor ist am Werk!!
Diese Beispiele kann man endlos weiterführen und ich denke, es ist einfach keine VorBestimmung, sondern es ist leider der Fakt, in welchem Land, und zu welcher Zeit du geboren bist.
Seid nunmehr 80 Jahren haben wir das unglaubliche Glück, in einer Demokratie leben zu dürfen und mussten keine Kriege erleiden,
was für ein GLÜCK….
Ich wünsche allen ein friedliches Weihnachtsfest.
Liebe Ulrike, das ist sicherlich etwas, worüber man sehr gut diskutieren könnte – also live und in Farbe bestimmt noch besser als hier schriftlich.
Ich bin der Meinung, dass eben nicht nur das Gute vorherbestimmt ist – sondern auch leider das ganze Übel dieser Welt, welches man ganz sicherlich nicht verstehen und begreifen kann.
Auch ich wünsche allen hier gesegnete Weihnachten.
Zum Thema Zen, fällt mir spontan das Kloster ein, in dem ich, nach einem schweren Verlust zur Ruhe kommen wollte. Es wurde damals von u. g. Zen- Meister geleitet.
ich kann die beiden vorangegangenen Kommentare gut nachempfinden. Als ich das letzte Mal aufgefordert wurde, ein Danke an einen Weihnachtsbaum zu hängen , habe ich mich dafür bedankt, in Westeuropa geboren zu sein.
Liebe Grüße Sabine
P.S.
YouTube; alive! Podcast! Ein Interview mit Zen- Meister Othmar Franthal & die Welt nach 40000 std Meditation
Das ist auf jeden Fall ein sehr guter Grund, um Danke zu sagen, liebe Sabine